Herrliche Bürgerhäuser säumen Erfurts Einkaufsboulevard, viele von ihnen sind geschichtsträchtig. So befindet sich in der Nr. 5 seit 1235 das Ursulinenkloster, und in der Nr. 6 residierte 1808 Zar Alexander I. Als wunderschönes Barockgebäude zeigt sich der ehemalige kurmainzische Pack- und Waagehof Anger/Ecke Bahnhofstraße, im Bartholomäusturm erklingt täglich zwischen 10 und 18 Uhr alle zwei Stunden ein großes Glockenspiel mit 60 Glocken.
Im Augustinerkloster verbrachte der junge Martin Luther entscheidende Jahre seines Lebens. Die Zelle, in der er gelebt haben soll, ist zu besichtigen.
Über dem Domplatz erhebt sich die beeindruckende Architekturschöpfung von Dom und Severikirche. Die im Mittelteil des Doms hängende Gloriosa aus dem 15. Jh. gehört mit 11.450 kg Gewicht und einer Höhe von 2,50 m zu den großen frei schwingenden Glocken der Welt, etwa zwanzigmal im Jahr wird sie zu besonderen Anlässen geläutet. In der Severikirche steht der Sarkophag des heiligen Severus, eine großartige Leistung der deutschen Plastik des 14. Jhs.
Das attraktive Ausstellungs-, Kultur- und Freizeitzentrum hält den Ruf Erfurts als einstige Blumenstadt von internationaler Bedeutung wach. Beeindruckend ist das 6.000 m² große Blumenbeet, faszinierend sind auch das Tropen-, das Kakteen- und das Orchideenhaus. Im Schmetterlingshaus tummeln sich mehr als 400 exotische Schmetterlinge. Auf die Kinder warten einer der schönsten Spielplätze Thüringens und ein Bauernhof mit zahlreichen Haustieren. Vom alten Geschützturm bietet sich ein weiter Blick.
Beiderseits mit 32 Häusern bebaute, 120 m lange Brückenstraße, die einzige ihrer Art nördlich der Alpen.


