Thüringen ist reich an kunsthandwerklichen Traditionen, seit Jahrhunderten wird geschnitzt und getöpfert, Glas geblasen und Porzellan geformt. Die Auswahl an Souvenirs ist groß. Oft, so bei Glasbläsern in Lauscha und Neuhaus am Rennweg, werden Ziergläser und Tierplastiken nach Wunsch mundgeblasen oder handgeformt. Glasboutiquen bieten den weltberühmten Lauschaer Christbaumschmuck in großer Auswahl an. Auffallend ist die hübsche blauweiße Keramik aus dem traditionsreichen Töpferstädtchen Bürgel. Die Palette reicht vom Aschenbecher über den Krug bis zum Teeservice. Blau ist seit dem Anbau der Blaufärbepflanze Waid im Mittelalter die Thüringer Modefarbe. Eine echte Blaudruckdecke aus einer der noch handwerklich produzierenden Blaudruckwerkstätten in Erfurt ist deshalb etwas Besonderes.
Gräfenroda gehört zu den Orten, die behaupten, die Wiege der Gartenzwerge in Deutschland zu sein. In der Gemeinde an der B 88 kann man heute unter mehr als 200 Modellen wählen, der kleinste Gartenzwerg misst 2 cm, der größte 68 cm. Etwas mehr ausgeben muss, wer sich eine Porzellanfigur beim Senior der Thüringer Porzellanmanufakturen in Rudolstadt-Volkstedt aussucht. Beliebt ist auch das seit 1790 hergestellte Weimar-Porzellan, besonders das Dekor »Rose von Weimar«, das eine Liebeserklärung an die Romantik der Weimarer Gärten sein soll. Weimar-Besucher nehmen als Erinnerung häufig ein silbernes oder goldenes Ginkgoblatt mit, dem ein Gedicht beiliegt, das Goethe dem zweilappigen Blatt widmete. Der Dichter soll den Ginkgobaum in seinem Weimarer Hausgarten gepflanzt haben. Auch Ginkgolikör und Ginkgotee kann man kaufen. Beliebte Mitbringsel sind ebenso Trachtenpuppen und Nachdrucke historischer Skatspiele aus Altenburg, der Geburtsstadt des Skats. Wer in der Thüringischen Rhön gewandert ist, hat bei der Heimreise oft die Holzfigur des Rhönpaulus im Gepäck, des Robin Hood dieser Gegend. Und für alle, die etwas tiefer in den Geldbeutel greifen können: Im Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte in Wurzbach werden auf persönlichen Wunsch gusseiserne Öfen wie im 18. Jh. gefertigt.


